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Die Trips-Stiftung ist Trägerin des Museums

Die "Gräflich Berghe von Trips´sche Sportstiftung zu Burg Hemmersbach" ist Trägerin von "Villa Trips - Museum für Rennsportgeschichte"

Der Stiftungsvorstand

Vorsitzender: z.Zt. vakant
Stellv. Vorsitzender: Thomas Födisch

Mitglieder: Willy Deutsch, Alexander Noven

Der Stiftungsrat

Vorsitzender: z.Zt. vakant

Museum

Museumsleiter: Thomas Födisch

Der Beirat

In seiner Sitzung am 3. März 2016 hat der Stiftungsrat gem. $ 8 Ziffer 14 der Satzung beschlossen, als Beratungsgremiumn für spezielle Sportfragen einen Beirat zu berufen. Der Beirat soll sich lt. Satzung aus mindestens drei sportorientierten natürlichen Personen zusammensetzen. Dieser Beirat kann von Fall zu Fall zu wichitgen Entscheidungen gehört werden.

Nach einstimmigem Beschluss des Stiftungsrates gehören Michael Behrndt, Manfred Hogreve, Klaus Ridder und Frank Rockstroh diesem Beirat nach dem Erlass einer in derzeit Arbeit befindlichen Geschäftsordnung an.

Stiftungskanzlei:

villatrips@t-online.de

www.villatrips.de

Tel. 02273 940670 (AB)
Fax: 02273 940 672


Villa Trips - Museum für Rennsportgeschichte
Parkstrasse 20
50169 Kerpen-Horrem

     

Erfüllung eines Vermächtnisses

Knapp acht Jahre nach dem tragischem Tod von Wolfgang Graf Berghe von Trips (10.09.1961 in Monza) fertigt Paul Spielmans -seit 1958 zunächst steuerlicher Berater und später engster Vertrauter der gräflichen Familie- ein Rohpapier, in dem er seinen schon vor längerer Zeit unterbreiteten Vorschlag, den weitaus größten Teil des gräflichen Vermögens in eine Sportstiftung einzubringen, fixiert. Am 26. Februar 1970 kommt es zum Abschluß eines Erbvertrages zwischen dem gräflichen Ehepaar. Der vor Notar Dr. Ruland in Köln geschlossene Erbvertrag beginnt einleitend mit der Feststellung, daß die Testatoren -die sich gegenseitig zu alleinigen Erben einsetzen- die Absicht haben, eine Stiftung ins Leben zu rufen.

Am 10. Oktober 1975 -Graf Eduard ist inzwischen verstorben- wird die Satzung der Stiftung durch Notar Wachsmuth in Erkelenz protokolliert; am 22. Dezember 1975 erteilt der Innenminster des Landes Nordrhein-Westfalen die nötige Errichtungsgenehmigung. Die Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Horrem führt den Namen "Gräflich Berghe von Trips'sche Sportstiftung zu Burg Hemmersbach"

Stiftungszweck

Im § 2. -Stiftungszweck- heißt es u.a.: In Gedenken an den im sportlichen Wettstreit so tragisch ums Leben gekommenen Sohn des gräflichen Stifterpaares, des Reichsgrafen Wolfgang Berghe von Trips, und im Hinblick auf das stete Interesse der Stifter am Sport im allgemeinen und an den Problemen mittelloser und bedürftiger Sportler im besonderen, verfolgt die Stiftung den Zweck, den Sport und die Sportidee zu fördern und zu unterstützen nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel dadurch, daß Lehrgänge, Fachtagungen, Konferenzen und dergleichen aller Sportrichtungen in Burg Hemmersbach bzw. den künftig durch die Stiftung auf dem Stiftungsgelände um Burg Hemmersbach zu errichtenden Gebäude und Einrichtungen durchgeführt werden können...Sportvereinen (Sportclubs und Sportzusammenschlüssen mit anderen Bezeichnungen) und Sportverbänden sowie sonstigen artverwandten´Institutionen Gelegenheit gegeben werde, ihre Fachtagungen, Sitzungen oder Versammlungen abzuhalten; das gilt auch für die im Zeitpunkt der Satzungserstellung noch als ausländisch zu bezeichnende Vereine, Verbände, Clubs usw... künftige Entwicklungen des Sports und im Sport im Rahmen der Zweckbestimmungen zu berücksichtigen sind... durch geeignete und tunlich umfassende Ausnutzung aller zulässigen Möglichkeiten -jedoch unter Beachtung der Gemeinnützigkeits-Vorschriften- durch die Stiftung selbst oder für die Stiftung zur Erreichung des Stiftungszwecks Verfügungsmittel erbracht werden... Die Stiftung hat in jedem Falle ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken zu dienen. In würdiger Respektierung des Stifterwillens hat die Stiftung weiter folgenden Zweck: Die Pflege des Namens der Stifterfamilie und deren Tradition durch geeignete Maßnahmen und Hinweise, z.B. durch Führen des gräflichen Wappens, der Fahne und sonstiger Embleme, insbesondere aber darin den Ausdruck findet, daß hochherziges Denken, Toleranz, soziale Gerechtigkeit und besonnene Entscheidungen Maxime jeglichen Handelns sind. Die Pflege des Kulturgutes, das Bestandteil der Stiftung wird und untrennbar mit Familie und Tradition derer von Trips verbunden ist. Die Erhaltung und Verbesserung der Baulichkeiten von Burg Hemmersbach und Nebengebäuden unter Beachtung der Vorschriften zum Schutz kultureller Baulichkeiten, über Baustilverbesserungen, Instandhaltungen usw., zumindest aber äußerlich als Stammsitz derer von Trips.

Übertragung von Vermögenswerten

In der Folgezeit werden die Stiftung die noch vorhandenen Vermögenswerte zu Eigentum übertragen, die im Erbvertrag des gräflichen Paares vorgesehen waren, aber durch mehrmalige Testamentsänderungen in den letzten fünf Lebensjahren der Gräfin um nahezu das gesamte rentierliche Vermögen, das Private geerbt haben, reduziert war. Bis zum Tode der Gräfin Thessa im Jahre 1978 waren alle der Stiftung gehörenden Vermögenswerte mit einem Niessbrauchrecht zugunsten der Gräfin belastet. Nach dem Tod der Gräfin hatten sich der Vorstand und Stiftungsrat unter dem Vorsitz von Paul Spielmanns die jetzt im Eigentum der Stiftung stehende Burg Hemmersbach der vorgesehenen Nutzung zuzuführen und das Gebäude selbst zur Verwirklichung der satzungsgemäßen Aufgaben zu nutzen. Im Verlaufe dieser Bemühungen zeigt sich, dass zum einen durch die Aufgaben der Denkmalschutzbehörde und zum anderen durch den -erst nach und nach zu Tage tretenden- tatsächlichen Zustand der Burg dieser Plan nicht verwirklicht werden konnte. Es ist für die Stiftung ein Glücksfall, daß es im November 1984 gelingt, Burg Hemmersbach an den Bauunternehmer Herbert Hillebrand zu veräußern, der sich verpflichtet, die Burg wieder "im alten Glanz erstrahlen" zu lassen. Dieser Verpflichtung ist Herbert Hillebrand im vollem Umfange nachgekommen.


Kommunikationszentrum

Als weitere Gegenleistung für die Übertragung haben sich Herbert Hillebrand bzw. die "Herbert Hillebrand Bauverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG" zur Errichtung eines Kommunikationszentrums -in rund 800 Meter Entfernung zur Burg gelegen- auf ihre Kosten verpflichtet. Die genehmigten Baupläne lagen im Frühjahr 1989 vor; einige Monate später erteilte die Stiftungsaufsicht die Baugenehmigung und am 13. Juni 1991 konnte das Sportler-Kommunikationszentrum der Öffentlichkeit übergeben werden. Paul Spielmanns gab den Vorsitz im Stiftungsrat und im Stiftungsvorstand auf Druck der Stiftungsaufsicht aus gesundheitlichen Gründen auf. Zu seinem Nachfolger wurde der Sparkassen-Betriebswirt Reinold Louis gewählt, der als Geschäftsführer mehrerer Stiftungen der Kreissparkasse Köln, aber auch als Autor der Trips-Biografie der Wunschkandidat vieler war. Gisela Trauschold, seit Stiftungsgründung dabei, wurde Stellvertreterin anstelle des von diesem Amt zurückgetretenen Hans Servos, der dem Stiftungsrat aber weiterhin angehört. Heinz Schiffer, Fritz Jacobs und Hans Schmitz schieden alters- oder krankheitsbedingt aus dem Stiftungsrat aus.

Rennsportmuseum als Zielsetzung

Ziel von Louis war es, das vorhandene "unrentierliche" Vermögen, bestehend aus Ländereien mit geringen Pachterträgnissen, in "rentierliches" Vermögen sozialverträglich umzuwandeln, um mit den erzielten Verkaufserlösen wenigstens einen der vorgesehenen Stiftungszwecke, nämlich die Errichtung eines Museums und eines Dokumentationszentrums für den Automobilrennsport, erfüllen zu können. Er berief zunächst die Dipl. Archivarin Susanne Harke-Schmidt und später, Ende 2000, den Journalisten Jörg-Thomas Födisch, der sich als Autor zahlreicher Sportbücher und als Trips-Kenner einen Namen gemacht hat, und 2012 den Journaisten Norbert Kurth in den Stiftunsgrat. Hans Servos, der dem Stiftungsrat seit Gründung der Stiftung und bis 1999 auch dem Stiftungsvorstand angehörte, verstarb nach langer Krankheit im Dezember 2012.
Als sich 1999 die Gelegenheit bot, die ehemalige Villa Trips, gelegen im Park von Burg Hemmersbach und einst als Alterssitz für Graf Eduard und seine Gattin erbaut, käuflich zu erwerben, griff die Trips-Stiftung sofort zu. Im Mai 2000 konnte das umgestaltete und zweckmäßig eingerichtete Haus seiner Bestimmung übergeben werden. Dr. Frank Kretzschmar, Norbert Kurth, Susanne Harke-Schmidt und Gisela Trauschold schieden 2014 aus dem Stiftungsrat aus. Vorsitzender Reinold Louis berief Reiner Ostertag aus Ertfstdat-Liblar, den Kerpener Stadtverordneten Willy Deutsch und den Horremer Kaufmann Alexander Noven in den Stiftungsrat. Jörg-Thomas Födisch wurde als Nachfolger von Gisela Trauschold zum Stellvertreter im Stiftunsgrat und im Stiftungsvorstand gewählt.

Geschäftsführung

Am 11. August 2001 bestellte der Stiftungsrat Christoph Louis, der sich über Jahre unermüdlich für die Errichtung des Museums eingesetzt hatte, zum Geschäftsführer der "Gräflich Berghe von Trips´schen Sportstiftung zu Burg Hemmersbach". Gleichzeitig wurde der 34-jährige mit der Leitung von "Villa Trips - Museum für Rennsportgeschichte" beauftragt. Christoph Louis, der am 29. Januar 2006 im Alter von 39 Jahren verstorben ist, hat sich in beiden Funktionen sehr verdient gemacht. Die Stiiftung wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat Christiane Louis-Luxem ab Februar 2006 die Stiftungskanzlei verantwortlich geleitet. 2011 wurde sie durch Beschluß des Stiftungsrates zur Geschäftsführerin der Stiftung bestellt. Da die Stiftung nicht mehr in der Lage war, die monatlichen Bezüge auf Dauer zu gewährleisten, musste diese Postition notgedrungen Ende 2013 aufgelöst werden. Christiane Louis-Luxem hat sich bereit erklärt, ab Mitte 2015 stundenweise für die Stiftung tätig zu sein. Am 31. März 2017 hat sie ihre Tätigkeit bei der Stiftung beendet und am 1. April 2017 die Übergabe an Frau Anette Noven vorgenommen. Die Museumsleitung obliegt Thomas Födisch.

Reinold Louis ist jetzt Ehrenvorsitzender

Ende 2015 erwarb der Horremer Kaufmann Alexander Noven die Villa Trips, die zeitgleich auf die Dauer von fünf Jahren von der Gräflich Berghe von Trips´schen Sportstitung zu Burg Hemmersbach angemietet wurde.
Alexander Noven wurde in den Stiftungsrat berufen und von den Mitgliedern des Stiftungsrates am 30. September 2016 einstimmig zum Vorsitzenden des Stiftungsrates und des Stiftungsvorstandes gewählt.
Reinold Louis, der nach 25jähriger Amtszeit den Vorsitz des Vorstandes und des Vorsitz des Stifungsrates sowie seine Mitgliedschaft im Stiftungsrat aufgab, wurde in einer Feierstunde Anfang Dezember 2016 verabschiedet und zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Außerdem zeichnet Albert Noven seinen Vorgänger mit der erst zum viertenmal verliehenen "Graf Trips Medaille in Gold" aus.


Auf eigenen Wunsch wird sich Reinold Louis zukünftig um das per Depositalvertrag bei der Stadt Kerpen befindliche Adels-Archiv kümmern und dabei mit der städtischen Archivleiterin Susanne Harke-Schmidt eng zusammenarbeiten.
Reiner Ostertag und Wilfried Trompetter schieden ebenfalls auf eigenem Wunsch aus dem Stiftunsgrat aus. Als Nachfolger von Louis wurde Alexander Noven am 30. September 2016 im zum Vorsitzenden des Stiftungsrates und zum Vorsitzenden des Stifungsvorstandes gewählt.