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Klaus Ludwig

* am 5. Oktober 1949 in Bonn

Ludwig´s Rennsportkarriere begann 1969 bei Slalom- und Tourenwagenrennen sowie Orientierungsfahrten. Rasch folgte der Aufstieg in die Deutschen Rennsport-Meisterschaft (DRM), wo er 1974 in einem Ford Capri sensationell den dritten Platz belegte. In diesem Jahr triumphierte er bereits beim Großen Preis der Tourenwagen auf dem Nürburgring und gewann seinen ersten Europameisterschaftslauf. 1975 konnte er sich in der DRM am Steuer eines Ford Capri auf den zweiten Rang verbessern und wiederholte diesen Erfolg ein Jahr später mit einem Ford Escort.
In der Saison 1977 erfolgte der Einstieg in die Formel-2-Europameisterschaft. Sein bestes Resultat war ein dritter Rang beim Eifelrennen. Daneben bestritt er vereinzelte Einsätzen in der DRM, auf die er sich 1978 mit einem Porsche 935 wieder ganz konzentrierte. 1979 wurde ein äußerst erfolgreiches Jahr in seiner Laufbahn. Ludwig gewann die Deutsche Rennsport-Meisterschaft und siegte zum ersten Mal beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.
1980 trat er in den Dienst von Ford. In der DRM pilotierte Ludwig einen Ford Capri und wurde Vize-Meister, ehe er sich 1981 seinen zweiten Titel sicherte. Mit dem Ford C100-Prototyp nahm er auch an diversen Läufen zur Markenweltmeisterschaft teil.
1984 kehrte er in einem Joest Porsche an die Sarthe zurück und konnte den französischen Langstreckenklassiker erneut gewinnen. Im Jahr darauf glückte auch der dritte Sieg in Le Mans.
Es folgte der Wechsel in die DTM. Ludwig, immer noch als Ford-Werksfahrer in einem Ford Sierra XR4Ti am Start, konnte direkt den zweiten Lauf in Diepholz gewinnen und ließ diesem Erfolg auch noch drei weitere in Zolder, dem Siegerland und am Nürburgring folgen.
1987 fuhr er zum Vize-Meistertitel in der Tourenwagen Weltmeisterschaft und feierte 1988 den ersten von drei DTM-Titeln. Ende der Saison verließ er Ford in Richtung Mercedes undgewann für die Stuttgarter die Deutschen Tourenwagen-Meisterschaften 1992 und 1994.
1995 kehrte er Mercedes den Rücken und wechselte zu Opel. Sechs Mal war er für die Teams Rosberg und Zakspeed in der DTM und in der International Touring Car Championship in den Jahren 1995 und 1996 erfolgreich. Nach dem vorläufigen Ende der DTM ging Ludwig wieder zu AMG-Mercedes und nahm die Herausforderung der FIA-GT-Meisterschaft an. Nach Rang vier 1997 folgte 1998 der Titelgewinn am Steuer eines AMG-Mercedes.

Kurz vor dem Start ...

Text und Fotos: Michael Behrndt

Nach seinem Weltmeistertitel 1998 zog er sich vom Rennsport zurück. Nur sechs Monate später wurde er bereits "rückfällig" und steuerte eine Chrysler-Viper zum Sieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (1999).

Im Jahr 2000 wollte er es noch einmal wissen: Er startete in der neuen Deutschen Tourenwagen-Masters. Man war gespannt, wie sich der mittlerweile 51-Jährige schlagen würde. Er bewies, dass er es immer noch konnte. Am Ende der Saison war er Dritter in der Meisterschaft. Neben zwei Siegen am Sachsenring und zahlreichen anderen Punkte-Rängen erzielte Ludwig auch zwei zweite Plätze am Nürburgring, geschlagen nur vom Meister Bernd Schneider.
Nach dem Ende seiner DTM-Karriere wurde er 2001 DTM-Kommentator für die ARD-Berichterstattung der DTM. Diese Tätigkeit führte er bis 2006 aus.
In der Eifel hat Ludwig nicht nur eine eigene Jagdhütte, die ihm in der Nähe des Eifelkurses die Gelegenheit zur Erholung bietet, der Eifelkurs ist auch seine absolute Lieblingsstrecke. So ist es nicht verwunderlich, dass er auch nach seinem Rücktritt regelmäßig auf dem Nürburgring anzutreffen ist. 2004 bis 2006 startete er beim 24-Stunden-Rennen für das Team Jürgen Alzen Motorsport, zunächst auf einem Porsche 996 GT2 Bi-Turbo und 2006 auf einem Porsche 997.

Für das Rennen im Jahr 2007 wechselte er zu Phoenix Racing und fuhr einen Aston Martin DBRS 9, wurde aber von der Technik im Stich gelassen. Auch 2008 war Ludwig noch im Rahmen der BF Goodrich Langstrecken-Meisterschaft auf einem BMW 335d GTR in der Eifel unterwegs.

Klaus Ludwig ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Kalenborn.

... jetzt im Museum

Foto: Chris V. Cöllen

Foto: Chris V. Cöllen