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Marco Werner

* am 27. April 1966 in Dortmund.

Als Sohn des in den 1960er Jahren erfolgreichen Tourenwagen-Piloten Heinz-Dieter Werner, jobbte Marco schon im Alter von 15 Jahren als Mechaniker bei Zakspeed. Dort traf er auf Klaus Niedzwiedz, der ihm schon früh seinen Privatwagen für erste Runden auf dem Nürburgring anvertraute und sogar als Beifahrer fungierte.
Sein erstes Rennen fuhr Werner 1984 im Langstreckenpokal auf dem Nürburgring und konnte es gleich gewinnen. 1985 trat er, auch Dank der finanziellen Unterstützung von Klaus Niedzwiedz und Klaus Ludwig, bei einigen Rennen in der Formel-Ford-1600 an. Nach einer weiteren Saison mit sporadischen Einsätzen folgte 1987 das erste komplette Jahr mit Rang drei in der Meisterschaft. Mit diesem Erfolg empfahl er sich für ein Cockpit im Opel-Lotus-Challenge-Team von Jochen Mass. Als Teamkollege von Heinz Harald Frentzen belegte er Platz vier des Championats. 1989 wechselte er in das Team GM Motorsport vom ehemaligen Tourenwagen-Europameister Siggi Müller jr. und wurde Vize-Meister der Opel-Lotus-Challenge. Es folgten drei Jahre mit GM Motorsport in der Formel 3. 1992 und 1993 wurde er jeweils Deutscher Vize-Meister. Nach dem Gewinn des Formel 3 Grand Prix in Monaco 1992 war die Königsklasse für Werner greifbar nahe. Ein geplatzter Sponsorenvertrag verhinderte den Einstieg in das Formel-1-Team von Giancarlo Minardi.


Auf der Rennpiste ...

Text: Fabian Wiedl - Fotos: Michael Behrndt

Audi-Werksfahrer in Le Mans

Ihm blieb zunächst der Langstreckenpokal, und erneut wusste Werner dort zu überzeugen. Auch bei einigen Rennen in der DTM konnte er punkten. Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 1993 und 1994 zeigte er sein Langstrecken-Talent mit schnellen Zeiten in der Nacht und bei Regen. 1993 fuhr er im Porsche gleich schnelle Zeiten wie die erfahrenen Porsche-Piloten Harald Grohs und Walter Röhrl. 1994 nahm er den BMW-Werkspiloten auf einem unterlegenen Opel Astra im Regen bis zu 40 Sekunden pro Runde ab.
Beim 24 Stunden Rennen in Daytona 1995 gewann er mit einem Kremer Porsche K8 sein erstes 24-Stunden-Rennen. Nach weiteren guten Resultaten im Porsche-Carrera-Cup und Super-Cup fuhr er 1996 im Super- Tourenwagen-Cup für das Opel Team Holzer und bewies mit einem Klassensieg bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring einmal mehr seine Klasse. Nach einem Jahr als Honda-Werksfahrer im STW-Cup folgen zwei ruhige Jahre mit sporadischen Einsätzen in der Langstrecke und im Porsche- Carrera-Cup. Im Jahr 2000 erhielt er einen Porsche-Super-Cup -Vertrag und konnte im Jahr darauf sogar Vize-Meister werden.
Im Infineon Team Farnbacher verteidigte er 2002 den Vize-Meistertitel und startete zum ersten Mal als Audi-Werksfahrer in Le Mans. Das französische 24-Stunden-Rennen beendet er als Dritter. Zusammen mit Frank Biela gewann er in der Saison 2003 den Meister-Titel in der American Le Mans Serie. Nach einem vierten Rang beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans und dem zweiten Platz bei den „24 Stunden auf dem Nürburgring“ wurde er 2003 zum ADAC Sportler des Jahres gewählt. 2004 gelang ihm am Steuer des Audi R8 zusammen mit J.J.
Letho die Titelverteidigung in der ALMS. 2005 konnte er im Audi R8 vom Team Champion Racing die 24 Stunden von Le Mans zum ersten Mal gewinnen. In den Jahren 2006 und 2007 konnte Werner diesen Triumph im Audi R10 TDI wiederholen. 2008 wurde er beim Langstreckenklassiker an der Sarte Sechster.
Nach der Saison 2008 startete Marco Werner nur noch vereinzelt bei Prototoypen Sportwagenrennen. Von 2009 bis 2014 war Marco Werner fester Bestandteil des Audi Kundensport Entwicklungsteam des Audi R8 LMS GT3 Rennwagens. Er bestritt auf dem Audi R8 LMS erfolgreich zahlreiche Rennen.

Bei dem 2015 ins Leben gerufenen Audi Markenpokal - dem Audi TT Cup -fungiert Marco Werner als Mentor / Instruktor für die Nachwuchspiloten. Mit Ehefrau Annett hat er eine Tochter und lebt in Ermatingen in derSchweiz. In seiner Freizeit nimmt er regelmäßig an Oldtimer Rennveranstaltungen teil.

... und im Museum