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Udo Schütz

* 11. Januar 1937 in Selters.

Der Westerwälder Udo Schutz war seit den frühen 60er Jahren auf diversen Porsche-Sportwagen auf den Rennstrecken unterwegs.
Als Werksfahrer feierte der wegen seiner kräftigen Statur auch "Stier von Selters" genannte Schutz seinen größten Erfolg mit einem Gesamtsieg beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem ürburgring 1967 im Porsche 910 gemeinsam mit Jo Buzzetta. Die Sieg wurde allerdings erst möglich, als der führende Porsche, gefahren ausgerechnet von Gerhard Mitter, in der letzten der 44 Runden kurz vor dem Ziel mit Elektrik-Problemen liegen blieb. Nach einem kurzen Intermezzo in Diensten von Alfa Romeo 1968 kehrte Schütz Anfang 1969 zu Porsche zurück und bildete mit Gerhard Mitter ein Team.
Die große Stunde der Beiden schlug bei der Targa Florio, als sie ihren 908/02 Spyder als Gesamtsieger vor allen Markenkollegen ins Ziel brachten.

Foto und Text: Michael Behrndt

Neben fahrerischem Können war auch die Kaltblütigkeit Gerhard Mitters entscheidend. In der letzten Runde stieg die Öltemperatur des Achtzylinders dramatisch an. Mitter's Vorsprung auf den Zweiten war groß genug, dass der gelernte Kraftfahrzeugmeister es sich leisten konnte, am Streckenrand zu stoppen und nach der Ursache für die Überhitzung zu suchen. Mitter spürte den Grund schnell auf. Ein leerer Zementsack hatte die Kühler-Öffnung verstopft.
Dann kamen die „24 Stunden von Le Mans“ 1969. Udo Schütz baute einen Horror-Crash, als er im Rechtsknick am Ende der Hunaudières-Geraden bei Tempo 300 mit seinem Teamgefährten Gerard Larrousse in einem der beiden weiteren Langheck-Coupes aneinander geriet und von der Strecke abkam. Das Auto wurde völlig demoliert. Schütz konnte von Glück reden, dass er bei dem Abflug aus dem Auto geschleudert wurde und auf diese Weise glimpflich davon kam.
Er sagte, Larrousse sei ihm seitlich ins Heck gefahren, doch an dessen Auto, das am Ende auf den zweiten Platz kam, fanden sich keinerlei Schäden, die Unfallursache blieb im Dunkeln. Kurz darauf zog sich Schütz vom aktiven Sport zurück, zumal sein Teamgefährte Gerhard Mitter am 1. August 1969 auf dem Nürburgring tödlich verunglückte.

Schütz führt auch heute noch einen eigenen Betrieb im Westerwald und hat sich dem Segelsport verschrieben.