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Armin Hahne

Infotafel im Museum

* am 10. September 1955 in Moers.

Wie bei vielen seiner Rennfahrerkollegen begann auch Armin Hahne´s Karriere Anfang der siebziger Jahre im Kart-Sport. Bis 1975 konnte er zweimal die Deutsche Kart-Meisterschaft gewinnen, ehe er in die Renntourenwagen wechselte. Erste Rennen in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft (DRM) fuhr er Ende 1976 auf einem Ford Escort des Zakspeed Teams.
Auch 1977 ging er für diesen Rennstall in einem Ford Escort an den Start. In Mainz-Finthen und am Nürburgring verpasste er als Vierter nur knapp einen Podestplatz. Am Ende des Jahres reichte es für Rang 15 in der Meisterschaft. 1978 konnte er seine Resultate aus dem Vorjahr noch steigern. Zwei zweite Plätze in Zolder und auf dem Norisring führten zu einem neunten Rang der Division II.

Auf der Rennpiste ...

Text und Fotos: Michael Behrndt

In der Saison 1979 wagte sich Hahne in die Formel 2, kehrte aber bereits 1980 wieder in den Tourenwagen zurück. In einem BMW nahm er bei den „24 Stunden von Spa“ teil und ging auch wieder in der DRM an den Start.

In den achtziger Jahren fuhr er in verschiedenen Tourenwagenrennen, zunächst für das Autohauses Becker einen Mazda RX-7 und später auch einen MG Metro Turbo in der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM).

Seinen ersten Sieg in der DTM feierte er 1987 am Steuer eines Ford Sierra Cosworth auf dem Salzburgring. Nach diesem Erfolg bestritt er 1988 die volle Saison und musste sich nach sechs weiteren Siegen nur Klaus Ludwig und Roland Asch geschlagen geben.
Die Saison 1989 entwickelte sich beim Rennen am Nürburgring zu der schwärzesten in der Karriere von Armin Hahne. Nach einem Dreher stand Klaus Ludwig entgegen der Fahrtrichtung vor der heutigen Kumho-Kurve. Hahne, im Pulk fahrend, konnte dem stehenden Mercedes-Piloten nicht mehr ausweichen und traf ihn frontal mit etwa 200 km/h. Bei diesem Unfall, in den auch noch Olaf Manthey und Volker Strycek involviert waren, erlitt Hahne einen Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Bruch des linken Oberarms. Die anderen Fahrer blieben ohne größere Verletzungen.

Gastfahrer Japanische Tourenwagen-Meisterschaft

Vitrine im Museum

Nach der Genesung trat er zum Großen Preis der Tourenwagen am 3. September wieder in der DTM an. 1990 wechselte er in einen BMW M3 Sport Evolution des Zakspeed Teams. Zwei Pole Positions und eine Podiumsplatzierung bedeuteten Rang 12 in der Meisterschaft.

Nach zwei weiteren Jahren in der DTM in den Teams von Bigazzi und Linder fuhr Hahne 1993 für das Team Seikel Motorsport einen Honda NSX im ADAC-GT-Cup. Nach einem Sieg konnte er die Meisterschaft als Dritter beenden. Dieses Resultat steigerte er 1994 auf dem gleichen Fahrzeug und feierte den Vize-Meistertitel.
Auch bei den 24 Stunden von Le Mans war das Honda-Team am Start und belegte einen sechsten Platz in der LM GT2 Klasse. Zudem nahm er zwei Gaststarts in der Japanischen Tourenwagen Meisterschaft wahr.

Zwei Siege auf Honda Accord

Auch 1995 blieb er der Marke verbunden. Im Super Tourenwagen Cup pilotierte er einen Honda Accord und bei den 24 Stunden von Le Mans einen Werks-Honda NSX Turbo GT1. Ein Kupplungsdefekt verhinderte die Zielankunft.
In der STW-Saison 1996 konnte Hahne noch zwei Siege auf einem Honda Accord erringen, ehe er die Serie verließ. In Le Mans 1997 erreichte das Trio Hahne/Pedro Lamy/Patrice Goueslard den dritten Rang in der Klasse GT1 und war damit als gesamt Fünfter bester Porsche 911 GT1.

1998 kehrte er abermals zu Zakspeed zurück und fuhr den Porsche 911 GT1 in der FIA-GT-Meisterschaft. Eine Podiumsplatzierung brachte dem Team Platz 14 in der Meisterschaft.
Seit dieser Zeit war Hahne zunächst in einem Honda und dann auf einem Porsche in der BF-Goodrich-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring zu sehen. Gemeinsam mit Christian Haarmann, Jochen Krumbach und Pierre Kaffer konnte er das 24-Stunden-Rennen 2008 auf dem Nürburgring in einem Porsche 911 GT3-MR auf dem zweiten Gesamtrang beenden.

2009 bestritt Hahne den deutschen Langstrecken-Klassiker gemeinsam mit Jochen Krumbach, Iida Akira und Kinoshita Takayuki auf einem Lexus LF-A. Das deutsch-japanische Team kam jedoch nicht in die Schlusswertung.