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Hubert Hahne

* am 28. März 1935 in Moers

Hubert Hahne absolvierte nach seiner Schulzeit zunächst eine kaufmännische Lehre und arbeitete im Tabakwaren-Großhandel seines Vaters. Zum Motorsport kam er eher spät. 1960 nahm er gemeinsam mit einem Freund auf einem NSU am 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teil, wurde aber disqualifiziert. 1963 feierte Hahne mit dem Gewinn der Europa-Pokal-Wertung für Tourenwagen auf einem BMW 700 seinen ersten großen Erfolg. Im darauf folgenden Jahr dominierte er mit einem BMW 1800ti die Deutsche Rundstreckenmeisterschaft. Von den 16 ausgetragenen Läufen gewann er 14. 1966 wurde er Tourenwagen-Europameister und unterstrich diese Leistung mit einem besonderen Rekord. Er umrundete 1966 als erster Tourenwagenpilot die Nürburgring-Nordschleife in weniger als zehn Minuten. Seine Zeit: 9:58,5 Minuten. Außerdem gewann er zusammen mit dem Belgier Jacky Ickx das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps.

Mit diesen Leistungen empfahl sich Hahne auch für höhere Aufgaben. In den sechziger Jahren, als der Große Preis von Deutschland noch auf der Nordschleife des Nürburgrings ausgetragen wurde, nahmen auch Formel-2-Rennwagen an dem WM-Lauf teil, um die Veranstaltung für die Zuschauer attraktiver zu machen. Beim Grand Prix 1966 wurde Hahne neunter auf einem Matra-BRM-Formel-2, in der Formel-2-Wertung bedeute dies Rang zwei hinter Jean-Pierre Beltoise.

Auf der Rennpiste ...

Text und Fotos: Michael Behrndt

1967 nahm er mit einem Lola-BMW an der Formel-2-Europameisterschaft teil. Sein bestes Ergebnis erzielte er im Eifelrennen als Vierter hinter Jochen Rindt, John Surtees und Jacky Ickx. Auch 1968 bringen die Formel-2-Ergebnisse wenig Erfolgserlebnisse, im deutschen Grand Prix, dem berüchtigten Regen- und Nebelrennen wurde er Zehnter. Dafür triumphierte er im 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und steuerte den neuen BMW-2000-Monti-Bergrennwagen am Mont Ventoux auf Rang drei.

1969 lief es im Formelsport besser. Mit einer Vielzahl guter Platzierungen wurde Hahne Vize-Europameister in der Formel 2. Auf einem BMW 2002 gewann er zudem das 6-Stunden-Rennen von Brands Hatch.

Aber auch andere Erlebnisse prägten ihn. Beim Training zum Großen Preis von Deutschland 1969 setzte BMW drei Werks-Formel-2-Rennwagen ein, pilotiert von Hubert Hahne, Dieter Quester und Gerhard Mitter. Hahne fuhr im Abschlusstraining hinter Mitter, als dieser am Schwedenkreuz von der Strecke abkam und tödlich verunglückte.

1970 gewann Hahne das Rheinpokal-Rennen für Formel-2-Rennwagen und versuchte vergeblich, sich mit einem March-Ford für den Großen Preis von Deutschland in Hockenheim zu qualifizieren. Vorausgegangen waren lange Streitigkeiten mit dem englischen Team hinsichtlich der Bezahlung des Wagens, dessen Auslieferung so kurzfristig erfolgte, dass eine vernünftige Vorbereitung auf das Rennen nicht mehr möglich war.

Am 22. August nahm er an einem Formel-2-Rennen im italienischen Enna teil. Durch einen blockierenden Motor kam er mit ca. 270 km/h von der Strecke ab, entstieg dem Wrack jedoch unverletzt. Gleichwohl war dieses Erlebnis der Schlusspunkt seiner Laufbahn, Hahne zog sich vom aktiven Motorsport zurück, verzog später nach Italien und lebt heute wieder in Düsseldorf.

... und im Museum