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Pierre Kaffer

* am 7. November 1976 in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Pierre Kaffer absolvierte zunächst eine Lehre als Kfz-Mechaniker.
Er begann 1990 mit dem Kartsport, 1994 folgte der Aufstieg in die Formel Ford. Im folgenden Jahr entschied er die Deutsche Meisterschaft in dieser Klasse für sich, 1996 wiederholte er diesen Triumph in der Formel Opel.
Von 1997 bis 2001 startete er in der deutschen Formel-3-Meisterschaft, in der er 2000 als Dritter des Championats seine beste Saison hatte, die er mit einem Laufsieg im prestigeträchtigen Rennen von Macau krönte. Nach zwei Jahren im Porsche-Carrera-Cup und im Porsche-Supercup, wo er je einen dritten Rang in der Meisterschaft errang, erhielt Kaffer 2004 die Chance, mit einem Audi R8 in der American-Le-Mans-Serie sowie der Le Mans-Endurance-Serie an den Start zu gehen. Er gewann das 12-Stunden-Rennen von Sebring und, quasi vor seiner Haustür, das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring. Am Ende der Saison belegte er in der Europäischen Serie Rang zwei, im amerikanischen Pendant Platz fünf.

Auf der Piste ...

Text: Michael Behrndt/Thomas Födisch - Foto: Michael Behrndt

Sieg in Road Atlanta

2005 holte ihn das Audi Sport Team Joest in die DTM. Da ihm jedoch nur ein Vorjahreswagen zur Verfügung gestellt wurde, blieben zählbare Ergebnisse zumeist aus. Sein bestes Resultat war ein fünfter Rang auf dem Euro-Speedway in der Lausitz. 2006 bestritt er für Audi eine zweite DTM-Saison, wiederum auf einem Vorjahreswagen.
2007 sah man Kaffer im Porsche-Carrera-Cup, der im Rahmen der DTM ausgetragen wurde.

2008 folgten einige Starts in der BF-Goodrich-Langstrecken-Meisterschaft und auch beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, das er auf dem zweiten Platz beendete.
Im Jahr 2009 startete Pierre Kaffer für das Ferrari-Werksteam Risi Competizione zusammen mit Jaime Melo in der American-Le-Mans-Serie auf einem Ferrari F430 GTC. Das Team wurde für das 12-Stunden-Rennen von Sebring, die "24 Stunden von Le Mans" und das amerikanische Petit Le Mans von Mika Salo unterstützt. Das Trio gewann die Fahrerwertung. Die ALMS-Saison endete für Kaffer auf dem zweiten Platz in der GT2-Wertung. In der LMS startete er 2009 für das Hankook Farnbacher Team, wie im Vorjahr erneut auf einen Ferrari F430.

Für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring wurde er von Audi verpflichtet. Er beendete das Rennen zusammen mit Christian Abt, Lucas Luhr und Jean-François Hemroulle als bestes Audi-Team auf dem zweiten Gesamtrang.
Den Saisonauftakt 2010 in Sebring gewann er zusammen mit Jaime Melo und Gianmaria Bruni auf einem Ferrari F430 GTC als Klassensieger in der GT2. In der International GT Open Serie siegte er - zusammen mit Alvaro Barba - auf dem gleichen Fahrzeug. Außerdem startete Kaffer in der Le Mans Series für das englische CRS Team, ebenfalls auf dem Ferrari. Für Risi Competizione nahm er außerdem in der American Le Mans Series an den beiden Langstrecken-Klassikern Sebring und Petit Le Mans teil.

In der Saison 2011 fuhr Kaffer einen Sport-Prototypen in der LMP2 Kategorie für das argentinische Pecom Racing Team, das in dieser Saison einen Lola Judd LMP2 Prototypen in der Europäischen Le Mans Team Serie einsetzte. Zum Saisonauftakt fuhr Kaffer in Le Castellet auf Platz 2. Für das AF Corse Team bestritt Pierre das 12-Stunden-Rennen von Sebring und das 12- Stunden-Rennen von Road Atlanta zusammen mit Giancarlo Fisichella und Gianmaria Bruni auf einem Ferrari F458. Das Rennen in Road Atlanta gewann er mit seinen Teamkollegen.

FIA WEC Sportwagenweltmeisterschaft ab 2012

Die 2012 neu gegründete FIA WEC Sportwagenweltmeisterschaft konnte Pierre mit seinen Teamkollegen auf Platz 3 in der LMP2 Klasse beenden. Die größten Erfolge: Laufsieg in Bahrain, 3. Platz bei den 24. Stunden von Le Mans und 2. Platz beim WM Lauf in Sao Paulo - alle mit dem Oreca LMP2. Beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring, fuhr Pierre auf einem Mercedes SLS auf Platz 3 in der Gesamtwertung.
In der Saison 2013 gewann Pierre den WM-Lauf in Spa-Francorchamps, wurde Zweiter beim WM Lauf in Austin und holte zwei dritte Plätze bei den WM-Läufen in Silverstone und Sao Paulo.
2014 nahm er an der Nordamerikanischen TUSC (ehemals ALMS) für Risi Competizione auf einem Ferrari F458 GTLM teil. Er gewann zusammen mit seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella zwei Rennen der GT Klasse, u.a. in Road America und wurde beim Virginia Grand Prix Gesamtsieger.
Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring beendete er zusammen mit Felix Baumgartner, Frank Biela und Marco Werner auf Platz 9.
Rund 10 Jahre nach seinem letzten Einsatz in einem LMP1 Prototyp bestritt er die letzten vier Rennen der FIA WEC Sportwagenweltmeisterschaft für das neue Lotus LMP1 Team. Beim Saisonhöhepunkt der Sportwagen-Weltmeisterschaft, den 24 Stunden von Le Mans, fuhr Pierre einen Werks Ferrari F458 des AF Corse Teams, fiel allerdings aus.
2015 startete Kaffer für das Risi Team in der Nordamerikanischen TUSC Serie und für das ByKolles Team (vormals Lotus) in der FIA WEC Sportwagen-Weltmeisterschaft mit einem LMP1 Prototyp.

Pierre Kaffer ist ledig und wohnt heute in Schlieren in der Schweiz.