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Frank Biela

* am 2. August 1964 in Neuss.

Biela´s Motorsport-Laufbahn begann 1983 im Kartsport. Er ging den klassischen Weg über die Deutsche Kart-Meisterschaft, die Formel Ford 1600 und errang in seiner ersten Saison in der Formel Ford 2000, im Jahre 1986, gleich den Vize-Meistertitel. 1987 folgte der Einstieg in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) auf einem Ford Sierra XR4Ti. Bereits sein viertes Rennen, das Avus-Rennen in Berlin, konnte er gewinnen. Am Ende blieb ihm Rang 14 in der Meisterschaft. Zusätzlich zu den Rennen der DTM
fuhr Biela in den Jahren 1987 bis 1989 auch in der Deutschen-Formel-3-Meisterschaft. 1988 konnte er zwei Rennen gewinnen und beendete die Meisterschaft als Dritter. In der DTM war er weiterhin für Ford unterwegs, ehe er 1990 zu Mercedes wechselte und einen Mercedes 190E 2.5-16 Evo pilotierte. Ende 1990 wurde Dr. Wolfgang Ullrich von Audi Sport auf Biela aufmerksam und bot ihm einen Audi-Werksvertrag für die Saison 1991 an. Biela wusste das Vertrauen zu schätzen und holte auf einem Audi V8 quattro den Meistertitel nach Ingolstadt. Die Titelverteidigung gelang ihm zwar nicht, aber ein dritter Platz beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in einem Porsche entschädigte ei wenig. Zudem fuhr er in der französischen Tourenwagen-Meisterschaft, die er 1993, am Steuer eines Audi80 quattro, gewinnen konnte.

Text: Fabian Wiedl - Foto: Michael Behrndt

Sebring unbd LeMans

Das Jahr drauf kam er zurück nach Deutschland und wurde Zweiter im Super-Tourenwagen-Cup (STW) auf einem Audi 80 competition. In der Saison 1995 setzte Audi im STW Cup erstmals den neuen Audi A4 ein. Mit diesem Wagen wurde Frank Biela 1995 Dritter in der Gesamtwertung. Die Rennen in Zolder und auf dem kleinen Kurs in Hockenheim konnte er mit Siegen im Sprint und im Hauptrennen dominieren. Auch den Tourenwagen-Weltcup im französischen Le Castellet konnte Biela in einem Audi A4 quattro für sich entscheiden ehe er 1996 in die Britische Tourenwagen-Meisterschaft (BTCC) wechselte. Das Duo Biela/Audi war in diesem Jahr nahezu unschlagbar. Mit beinahe 100 Punkten Vorsprung auf Alain Menu sicherte er sich den Meistertitel und krönte die Saison mit einem Sieg beim Tourenwagen Grand Prix in Macao. Seinen Meistertitel in der BTCC konnte Biela 1997 nicht
verteidigen. Diesmal hatte er gegenüber Alain Menu das Nachsehen und wurde Zweiter. 1998 fand die Quattro-Ära ein Ende. Trotz des Verbots des Quattro-Antriebs zog es Biela zurück nach Deutschland in den Super-Tourenwagen-Cup. Neben Emanuele Pirro fuhr er für das Team "ABT Sportsline" und beendete die Meisterschaft als 14. 1999 debütierte Biela im Sportwagen. Am Steuer des Audi R8R startete er bei den "12 Stunden von Sebring" und den "24 Stunden von Le Mans", die er als Dritter beendete. Ab dem Jahr 2000 begann die eindrucksvolle Audi-Dominanz in Le Mans. Zusammen mit Emanuele Pirro und Tom Kristensen konnte Biela den französischen Langstrecken-Klassiker dreimal in Folge in einem Audi R8 LMP gewinnen. Parallel dazu ging er in der American Le Mans Series an den Start und gewann das 12-Stunden-Rennen von Sebring 2000 und 2001. 2002 wurde er zudem zum ADAC-Motorsportler des Jahres gewählt, ehe er 2003 nach einem weiteren Sieg in Sebring auch, zusammen mit Marco Werner, die ALMS-Fahrerwertung für sich entscheiden konnte.
2004 feierte Biela sein Comeback in der DTM. Erfolge wie noch zu Beginn der 1990er Jahre blieben aber aus. Punktlos verließ er das Team Joest wieder in Richtung Amerika, wo er abermals, diesmal zusammen mit Emanuele Pirro, den ALMS-Titel gewann. 2006 brachte Audi den neuen Audi R10 TDI LMP1 nach Le Mans. Zusammen mit Pirro und Marco Werner fuhr Biela dort zum ersten Sieg eines Diesel-betriebenen Rennwagens. Diesen Erfolg konnte das Team auch 2007 verteidigen und das erfolgreiche Jahr mit einem Sieg in Sebring abrunden. Als Ersatzmann für den beim Saisonauftakt verletzten Tom Kristensen nahm er am DTM-Rennen in Oschersleben teil, welches er als 18. beendete.

Noch ein Sieg inb LeMans

2007 bestritt er gemeinsam mit Audi die ALMS und gewann das 24-Stunden-Rennen in Le Mans zum fünften Mal. Bei der DTM in Oschersleben startete er als Ersatz für Tom Kristensen. 2008 startete Frank Biela für Audi Sport bei drei ALMS-Rennen und pilotierte gemeinsam mit Emanuele Pirro einen Audi R10 TDI. Darüber hinaus fuhr er erneut das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zusammen mit Emuanuele Pirro und Marco Werner. Nach dem Rennen in Le Mans ist Frank Biela aktiv in die Entwicklung des neuen Audi R8 LMS / Audi R8 GT3 eingebunden.
2009 ist Frank Biela weiterhin in Entwicklung und Einsatz des Audi R8 LMS eingebunden. Er startet in der BF Goodrich Langstrecken-Meisterschaft und beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in einem R8 LMS des Phoenix-Teams. Beim 49. ADAC-Reinoldus-Langstreckenrenne gelang ihm gemeinsam mit Marc Basseng und Hans-Joachim Stuck der erste Sieg eines Audi R8 LMS in der VLN bzw. auf der Nordschleife des Nürburgrings. Einen ganz besonderen Erfolg konnte Frank Biela im November 2009, ebenfalls auf dem
Nürburgring, erzielen. Beim Mini-24-Stunden-Rennen 2009, das im Rahmen des rally racing Carrera Cups (rcco) ausgetragen wurde, konnte er ein 24-Stunden-Slotcar-Rennen gewinnen. Das Rennen fand in der Dunlop Lounge auf einer fast 40 Meter langen sechsspurigen Slotcar-Bahn statt. Teamkollegen von Frank Biela waren Matthias Parke, Christian Schön („Phantom“) und Thomas Voigt. In den folgenden Jahren konnte Frank Biela dieses Slotcar-Rennen noch mehrmals gewinnen.
2010 war Frank Biela weiterhin in Entwicklung und Einsatz des Audi R8 LMS eingebunden. Er startet in der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft und beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in einem R8 LMS des Phoenix-Teams. Für die 2011er Ausgabe des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring war er, gemeinsam mit Martin Tomczyk, Christian Hohenadel und Andrea Piccini auf einem von Audi und Raeder Motorsport gemeinschaftlich entwickelten Audi TT RS gemeldet. Das Rennen konnte man eindrucksvoll in den Top 10 des Gesamtklassements beenden. Im Rahmen "ADAC Ruhr-Pokal-Rennen des MSC Ruhrblitz Bochum Rennens"
gelang dem Trio Frank Biela, Christian Hohenadel und Michael Ammermüller die Sensation. Nach 6 Stunden lag der Audi TT RS an der Spitze des VLN Gesamtfeldes und holte somit den ersten VLN Gesamtsieg eines Fahrzeuges mit Frontantrieb.

Von 2012 bis 2014 fuhr Frank Biela noch mehrfach in der VLN und beim 24h Rennen auf dem Nürburgring. Sein bislang letztes Rennen fuhr Frank Biela im September 2015 als Gaststarter im Audi TT Cup in Oschersleben.

Biela lebt mit seiner Frau Patricia, der Tochter Isabelle und seinem Sohn Patrick in Marienbad (Tschechien).