Sammlung Dr. Frank Kretzschmar

Kinder-Spielzeug und viel mehr ...

Spielzeug aus dem Erzgebirge - eine kostbare Sammlung aus Familienbesitz befindet sich als Dauerleihgabe der Familie Dr. Frank Kretzschmar in der Villa Trips. Sie ist für Besucher des Museums für Rennsportgeschichte ohne zusätzlichen Eintritt zu den Museums-Öffnungszeiten zugänglich.

Hinein in die Zauberwelt

Die Sammlung Kretzschmar besitzt ihren Schwerpunkt im Holzspielzeug des Erzgebirges und spannt einen weiten Bogen zurück in die Geschichte der Spielzeugentwicklung, insbesondere des 19. und 20. Jahrhunderts. Das älteste in Horrem gezeigte Stück allerdings stammt schon aus römischer Zeit und ist aus Ton geformt. Als Schwerpunkt dominiert Holz. Daneben verwendete man Stoffe, Papier, Metall, Kunststoff für die Spielzeugherstellung. Daraus zu sehen sind viele alte Spielzeuge aus dem Erzgebirge, aber auch aus Thüringen und anderen traditionellen Herstellungsgebieten. Baukästen, Burgen, Pferdefuhrwerke, Autos, Kaufläden, Puppenküchen, Kasperfiguren, Miniaturdörfer, Puppen, Spiele, Dampfmaschinen, Eisenbahnen, akustische Geräte und vieles mehr ergeben die Bandbreite der Sammlung, aus der ein interessanter Querschnitt gezeigt wird. Man kann sich dem Reiz dieser farbigen Gegenstände kaum verschließen. Während heute Spielzeuge verstärkt aus industrieller Massenproduktion stammen, sind ältere Spielzeuge in großem Maße handwerkliche Produkte, die in kleineren Serien in oft spezialisierten Werkstätten, Manufakturen oder in Heimarbeit entstanden und über Verleger, Hausierer und Geschäfte ihren Weg in die Kinderzimmer fanden. Geschicklichkeit, Phantasie, logisches Denken, Rollenspiele, Staunen und Neugierde forderten die zunehmend auch pädagogisch beeinflußten Spielgeräte und bereiteten die Kinder auf das Leben in der Erwachsenenwelt vor.